Multifunktionskanal für Differenzstrommessung konfigurieren

  1. Wählen Sie in der Geräteübersicht für die Messgruppe Multifunktionskanäle den Messgruppenmodus Einzelmessungen aus.
  2. Konfigurieren Sie einen Multifunktionskanal in der Geräteübersicht:
    1. Geben Sie dem Kanal einen Namen.
    2. Stellen Sie den Messmodus des Multifunktionskanals auf Differenzstrommessung.
    3. Wählen Sie einen Stromwandlertyp aus:

      • A (pulsstromsensitiv): sinusförmige Wechselfehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme
      • B+ (allstromsensitiv): zusätzlich glatte / sinusförmige Gleichfehlerströme und hochfrequente Fehlerströme (<20kHz)

Wenn die Stromwandler-Anschlüsse bei der Installation falsch angeschlossen wurden, können Sie die Anschlusspolarität über den Schalter Tausche s1(k) und s2(l) tauschen.


Differenzstromwandler konfigurieren

Im Register Messung können Sie weitere Einstellungen für die Differenzstrommessung vornehmen.

  1. Wählen Sie einen Multifunktionskanal für die Differenzstrommessung aus.
  2. Stromwandlertyp A: Geben Sie in den Eingabefeldern den Primär- und Sekundärstrom des Stromwandlers und die passende Einheit ein.
  3. Stromwandlertyp B+:
    1. Legen Sie die Spanne des Eingangssignals fest: 0 - 20 mA oder 4 - 20 mA
    2. Geben Sie im Eingabefeld Nominalwert den Bemessungsstrom für den Kanal ein und wählen Sie die passende Einheit.
  4. Aktivieren Sie den Schalter Kabelbrucherkennung einschalten, damit das Gerät die Verbindung zum Differenzstromwandler kontrolliert. Die Kabelbrucherkennung funktioniert ausschließlich mit passiven Stromwandlern (AC) und Stromwandler mit 4-20 mA-Sekundärausgang.

Differenzstrommessung konfigurieren

  1. Wählen Sie Art der Grenzwertberechnung aus:
    • Statisch: Es wird ein konstanter Grenzwert festgelegt. Wird dieser Grenzwert überschritten, entsteht eine Grenzwertverletzung.
    • Dynamisch: Abhängig von einem Referenzwert ändert sich der Grenzwert für Verletzungen stetig und damit auch die jeweilige Warnung. Der jeweilige Grenzwert berechnet sich aus dem Referenzwert, multipliziert mit einem Skalierungsfaktor, plus einem statischen Offset.
    • Schrittweise: Abhängig von der Leistungsstufe (Referenzwert) ändert sich schrittweise der Grenzwert-Offset für Verletzungen. Es können unterschiedliche Grenzwert-Offsets für bis zu 10 Leistungsstufen definiert werden. Die jeweiligen Grenzwerte berechnen sich aus dem statischen Differenzstromgrenzwert, plus dem Grenzwert-Offset.
  2. Geben Sie den statischen Differenzstromgrenzwert Ihrer Differenzstrommessung in der passenden Einheit an.
  3. Geben Sie eine Überschreitungszeit ein. Überschreitet der gemessene Differenzstrom den Differenzstrom-Grenzwert länger als diese Überschreitungszeit, wird im Gerät das Alarm-Flag gesetzt.
  4. Geben Sie ein Warnlevel in Prozent ein. Überschreitet ein gemessener Differenzstrom diesen Prozentwert des Grenzwertes, wird im Gerät das Warn-Flag gesetzt.



Dynamische Grenzwertberechnung
  1. Wählen Sie einen Referenzwert aus:
    • Segment: Wählen Sie die Komponente, von der der Referenzwert stammt:
    • Messgruppe: Wählen Sie die Messgruppe des Referenzwertes.
    • Messwert: Wählen Sie den Typ des Messwertes aus.
    • Phase / Kanal: Wählen Sie den Kanal, dessen Messwert herangezogen wird.
  2. Tolerierter Ableitstrom in Bezug auf Referenzwert: 
    • Geben Sie den tolerierbaren Ableitstrom zur Berechnung des dynamischen Grenzwertes ein (dynamischer Grenzwertanteil in Bezug auf den Referenzwert).
    • Wählen Sie die passende Einheit.
    • Berechnung des Dynamischen Grenzwertes:
      Dyn. Grenzwert = Referenzwert x Skalierungsfaktor + stat. Offset



Schrittweise Grenzwertberechnung
  1. Wählen Sie einen Referenzwert aus:
    • Segment: Wählen Sie die Komponente, von der der Referenzwert stammt:
    • Messgruppe: Wählen Sie die Messgruppe des Referenzwertes.
    • Messwert: Wählen Sie den Typ des Messwertes aus.
    • Phase / Kanal: Wählen Sie den Kanal, dessen Messwert herangezogen wird.
  2. Leistungsstufe hinzufügen: 
    Fügen Sie über die Schaltfläche eine Leistungsstufe zur Berechnung des Schrittweisen Grenzwertes hinzu. Es können maximal zehn Leistungsstufen definiert werden. Leistungsstufen können über die Schaltfläche  entfernt werden. Ohne konfigurierte Leistungsstufe gilt der statische Differenzstromgrenzwert.
    • Leistungsstufe ab: Geben Sie ein, ab welchem Referenzwert die Leistungsstufe aktiv wird. Beachten Sie: jede weitere Leistungsstufe muss größer gewählt werden als die Vorgänger-Leistungsstufe.
    • Grenzwert: Geben Sie den für die Leistungsstufe gültigen Grenzwert-Offset ein. 
    • Berechnung des Schrittweisen Grenzwertes:
      Schrittweiser Grenzwert = stat. Grenzwert + Grenzwert-Offset